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Vier Supersportler und Supertypen verabschieden sich
Geschrieben von Administrator   
Sunday, 1. January 2012
Vier Supersportler und Supertypen verabschieden sich

Den nächsten Schritt in Ihrer Laufkarriere bestreiten Mathias Thomann, Stefan Fuchs, Markus Blenk und Mario Wernsdörfer zukünftig für andere Vereine. Die superschnellen und vor allem supersympathischen Sportler können auch weiterhin mit unserer vollen Unterstützung rechnen.

Unser Stefan Fuchs startet weiterhin im schicken running-schwarz, lediglich den weißen Aufdruck der Burgebracher tauscht unser Wahl-Münchner mit dem goldenen Auftrag der LG Stadtwerke München. Zukünftig lacht er uns Reichmannsdorfer neben relativ unbekannten Athleten wie Sebastian Hallmann, Tim Lobinger  oder Steffen Justus von der Homepage der LG-SWM. Sollte auch in München nicht der ganz große Durchbruch gelingen, bleibt unseren sympathischen Reichmannsdorfer nur noch ein Wechsel zu seinem ehemaligen Trainingspartner Faris Al-Sultan ins Abu Dhabi Triathlon Team. Wir drücken Stefan die Daumen das er in München durchstartet und seine ehrgeizigen Ziele erreicht.

Das Trio Mathias Thomann, Markus Blenk und Mario Wernsdörfer wollen zusammen mit Ihrem neuen/alten Laufmentor Felix Hentschel für Furore im roten Laufdress der LG Bamberg sorgen. Man muss kein allzu großer Kenner der Laufszene sein, um festzustellen das dieses Quartett, verstärkt mit Vassili Kraus in Oberfranken kaum zu schlagen sein wird. Das ist natürlich auch nicht das Ziel der drei schnellen Ex-Burgebracher in Ihrem neuen Verein und so hoffen und wünschen wir Ihnen für die großen Meisterschaften schnelle Beine und große Erfolge.

Die Running-Abteilung wünscht allen vier Assen für die Zukunft vor allem Gesundheit und weiterhin viel Freude und viele Erfolge für Ihre neuen Vereinen.

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Mathias Thomann

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Mario Wernsdörfer

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Markus Blenk

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Stefan Fuchs


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28. Silvesterlauf München
Geschrieben von Administrator   
Sunday, 1. January 2012

28. Silvesterlauf München

Bericht von Stefan Fuchs

So, Freunde der gepflegten Silvester Mittags Unterhaltung. Rechtzeitig zum letztmöglichsten Lauftermin in diesem Jahr, hat der Winter sich doch noch zu Wort gemeldet. Zum Start des 28. Silvesterlaufes des MRCC im Olympiapark gab es ca. 5 cm Neuschnee. Wobei die Definition von Schnee für mich eine andere ist, es war sicherlich mehr Schneematsch. Dennoch brachen ca. 3000 Starter in Richtung Olympiagelände auf, um das Jahr 2011 erst einmal auf sportliche Weise zu verabschieden. Trotz des widrigen Wetters haben sich auch sehr viele Zuschauer eingefunden, welche für eine ordentliche Stimmung sorgten. Aber so sind halt die Münchner – sportbegeistert durch und durch. Am Vorabend, beispielsweise, haben in der Olympiahalle über 11.000 Zuschauer das Derby gegen die Augsburg Panthers verfolgt. Dennoch waren die Bedingungen für die Läufer recht ordentlich. Auch wenn der Streckenrekord nicht fallen würde.

War doch ein etwas mulmiges Gefühl an der Startlinie. Denn dies wird mein vorerst letzter Laufbericht für den TSV sein. Ich bin zwar nicht so nah am Wasser gebaut, aber so ganz emotionslos lies mich das Ganze nicht. Zum einen, hätte ich, nach den letzten Wochen, nie gedacht, dass Jahr 2011 noch so beenden zu können. Auf der anderen Seite, ist dies ein Abschied, auf unbestimmte Zeit vom TSV. Denn wie sagte schone Paulchen Panther „…ich komme wieder, keine Frage...“. Aber ihr wisst ja, um die nächste Hürde erfolgreich meistern zu können, muss man seinen Ausbildungsverein verlassen. Ein unbeschriebenes Gesetz, um in der Fremde sich seine Sporen zu verdienen. 2016 wäre ich dann wohl im besten Seniorenalter. Nun, dies ist bei mir auch nicht anders. Denn mein neuer Verein wird ab den 01.01.2012 die LG Stadtwerke München sein. Wobei dies fast egal ist, ich muss nur wieder Verletzungsfrei sein. Den Spass am Laufen habe ich, trotz der sehr schwierigen Jahre, noch lange nicht verloren. Ganz im Gegenteil. Ich werde nun weiter hart arbeiten, mit der Hoffnung, auf einen vielleicht goldenes Frühjahr. Man muss doch endlich mal belohnt werden. Getreu nach dem Motto „never give up“. Die kommenden Trainingswochen werden es zeigen wohin die Reise führen wird.      

Nun aber zu den wirklich wesentlichen Dingen am heutigen Tag. Ich hatte mich sehr kurzfristig dazu entschlossen zu Starten. Nachdem ich wieder einen vernünftigen Rhythmus gefunden habe. Dachte ich mir, dass ein Wettkampf das beste Training sei. Die nötige Tempohärte holt man sich eben nur unter Wettkampfbedingungen. Meine persönliche Vorgaben war - die Stammleser unter euch, werden sich jetzt sicherlich an den vergangen Monaten erinnern, da hatten wir doch häufiger genau dieses Thema – nun ja, dieses mal wollte ich alle km unter 3:45 min laufen. Ich wusste ja noch immer nicht so recht wo ich stehe. Auch wenn ich ein kurz Trainingslager, mit den drei Jungs von der LGB, am vergangenen Wo-ende absolviert habe. Hier noch einmal meinen Dank an Mario, dass dies alles geklappt hat. Hat echt Spass gemacht. Zurück zu meiner Vorgabe. Dies war sicherlich recht sportlich für mich, weil der Kurs sehr wellig und kurvenreich war. Daher war ich umso glücklicher dass es am Ende eine 35:50 min wurde. Dies zeigt mir aber auch, dass ich die harte Einheit vom Mittwoch gut verkraftet habe. Trotz dieser kurz entfachten Euphorie, muss ich auch die Fakten sehen. Der Rückstand zur Spitze war doch sehr beträchtlich. Ein Hillebrand, Pyka oder Dirscherl haben sicherlich auch nicht die Beine, in den letzten Tagen, hochgelegt. Es ist noch ein sehr weiter und steiniger Weg. Dennoch sehe ich mal wieder etwas positiver in’s neue Jahr. Daher habe ich mir auch gleich ein alkoholfreies Weizen gegönnt. Ja Ingo, es war ein alkoholfreies Weizen (wobei, der Abend war bei Redaktionsschluss noch nicht beendet).

Anmerkung von der Online-Redaktion:

Danke für Alles Stefan. Wir wünschen Dir einen guten Start beim neuen Verein, immer schnelle Beine, Spaß beim Laufen und viel Erfolg, und natürlich dass Du verletzungsfrei bleibst.

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20. Kalmit-Berglauf Maikammer
Geschrieben von Administrator   
Wednesday, 23. November 2011
20. Kalmit-Berglauf Maikammer
[eingestellt am 19. November 2011]
Von: Gabi Gründling

Bitte beachtet auch unten stehenden, wunderbaren Bericht von Gabi Gründling (www.laufticker.de)

Mein erster „echter“ Berglauf (von unserem Läufer Mathias Thomann)

Ich bin ich mit dem Ziel angereist unter die ersten fünf zu kommen. Was mich dann aber vom Start des 8,1km langen und 500 Höhenmeter umfassenden Pfälzer-Berglaufes erwartete, war dann auch für mich Neuland. Die Spitzengruppe machte vom Start weg dermaßen Dampf, dass ich erst gar nicht überlegte da mitgehen zu wollen. Aber auch die Verfolgergruppe war auf dem stetig ansteigenden Kurs so schnell, dass ich keine Chance hatte. Ich habe ständig gehofft, dass es endlich mal kurz flach wird. Aber, Pustekuchen. Es ging ständig hoch, ausgenommen zwei ca. 80-100m lange flachere Abschnitte. Auf diesen beiden flachen Streckenabschnitten konnte ich immer beobachten, dass ich relativ schnell auf zwei weiter vor mir laufende Konkurrenten aufgelaufen bin und dann aber wieder zurückfiel. Letzten endes kämpfte ich während des ganzen Rennens verbissen um die Plätze 13-15 und musste mich damit zufrieden geben.
Mit meinem direkten Konkurrenten lieferte ich mir ein beinhartes Duell, welches ich erst  auf den letzten 200m für mich entscheiden konnte. Ich wurde schließlich 14. in 35:30min.
Erster und Gesamtsieger wurde Jonas Lehmann in 31:19min.
Dass der Berglauf seine eigenen Gesetze hat konnte ich auch daran erkennen, dass einige M40-M50er lange und weit vor mir ins Ziel kamen. Darunter auch Ex-Radprofi und Ironman Udo Bölts, der 10. wurde und ein waschechter Pfälzer ist.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir der Wettkampf sehr gut gefallen hat. Die Organisation war reibungslos, der Veranstalter hat sich in allen Belangen sehr um seine Teilnehmer bemüht. Es gab einen Shuttle-Bus-Service vom Ziel zurück zum Start, schöne Preise, stimmungsvolle, gut besuchte Siegerehrung und als Highlight für mich die Live-Kommentation der Spitzengruppe während des ganzen Rennens durch das Führungsfahrzeug. Das nennt man eine besondere Würdigung für den Sieger und auch für den Laufsport.


Das ist die Krönung!

Maikammer, 19. November 2011 – im November gehen die Weinfeste in der Pfalz so langsam ihrem Ende zu, die Zeit der Volksläufe aber bei Weitem nicht. Nur eine Woche nach dem Martinslauf in St. Martin pilgerte die Läufergemeinde bereits zum 20.Mal in die Nachbargemeinde Maikammer. Wer sich Maikammer von der A65 aus nähert, dem fallen, neben dem Hambacher Schloß, sicher zwei „Dinge“ ganz besonders auf. Zum Einen ist das der Kreisel mit dem Zollstock in seiner Mitte. Dieser erinnert an die Maikammerer Brüder Franz und Anton Ulrich, die 1886 den ersten „Klappmeter“ erfanden und patentierten. Und zum anderen thronen hoch droben der Sendeturm und das Naturfreundehaus, die den Gipfel der Kalmit zieren. Der Name kommt wahrscheinlich aus dem Lateinischen (calvus mons, was so viel heißt wie „kahler Berg“). Der Gipfel der Kalmit ist mit 673 m der höchste des Pfälzerwalds und hinter dem Donnersberg der zweithöchste in der Pfalz. Vor allem bei den Radfahrern wahrscheinlich aus der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar und der Pfalz ist die Kalmit als Trainingsstrecke beliebt. Das führte dazu, daß hier vor einigen Jahren der sogenannte Stoppomat eingeführt wurde. Am Fuß der Kalmit zieht man ein Ticket mit Zeitstempel, strampelt sich ab bis nach oben und stempelt es oben wieder ab. Die in einen Briefkasten eingeworfenen Tickets werden ausgewertet und es jährlich gibt eine Stoppomat-Hitliste.
Gar nicht so weit weg davon ist der Kalmit-Berglauf. Nur, daß man unten kein Ticket stempelt sondern sich eine Startnummer kauft, die dann oben auf dem Gipfel vom Baumannschen Zeitnahmeteam eingescannt wird. Und natürlich ist die Hitliste keine Jahresliste sondern eine Momentaufnahme der Form des Athleten an diesem einen Nachmittag im November.
Seit 1998 gibt es den Pfälzer Berglaufpokal und der Kalmit-Berglauf ist in jedem Jahr der krönende Abschluß dieses Cups, bei dem bisher die vier besten aus den sechs Pfälzer Bergläufen gewertet werden. Im kommenden Jahr heißt es dann erstmals „best of seven“, aber der Kalmit-Berglauf bleibt auch weiterhin die Abschlußveranstaltung, denn der neu hinzukommende Rocky Mountain Berglauf wird im März ausgetragen.
War es im letzten Jahr in der Männerwertung noch extrem spannend und Stefan Hinze stand erst durch seinen Sieg an der Kalmit als der Pfälzer Berglaufkönig 2010 fest, war in diesem Jahr schon vorher klar: Hinze war als Titelverteidiger nicht mehr zu schlagen. Sein ärgster Konkurrent, Jonas Lehmann, konnte aufgrund einer Verletzung im Frühjahr und des dadurch resultierenden Ausfalls beim Nanstein-Berglauf in Landstuhl kein Streichergebnis vorweisen. Für ihn war der Kalmitlauf erst der vierte Pokallauf in diesem Jahr. Nach drei Läufen hatte er 880 Punkte auf dem Konto. Der Sieger eines Laufs bekommt immer 300 Punkte, daher waren sein Maximum in diesem Jahr 1.180 Punkte. Stefan Hinze hatte aber nach dem Potzberglauf schon 1.190 Punkte, lag also uneinholbar vorne.
Trotzdem ruhte sich der 47jährige Mediziner nicht auf seinen sicheren Lorbeeren aus sondern gab vom Start weg Gas. Der TV Maikammer hat bei km 2,8 und 6,2 noch eine Sprintwertung eingebaut. Die erste konnte Hinze noch für sich entscheiden. 100 m vor der zweiten versagte ihm zum wiederholten Mal in diesem Jahr der Kreislauf und er fiel vom Lauf- in den Gehschritt, kämpfte sich letztlich als 89. ins Ziel. Der 25 Jahre jüngere Maschinenbaustudent Lehmann übernahm die dann sichere Führung, gewann die zweite Sprintwertung und knapp zwei Kilometer später auch mit großem Vorsprung die Tageswertung. Nach dem bescheidenen Frühjahr lief es für ihn in den letzten Monaten richtig gut, so wurde er im Juli Deutscher Junioren-Berglaufmeister. „Jonas ist besser als ich, im nächsten Jahr gewinnt er den Pokal“ meinte Stefan Hinze dann auch schon vor dem samstäglichen High-Light.
Jonas Lehmann, der selten in Heltersberg trainiert sondern eher schon mal mit Bengt Leibrock von Grojos Elversberg im heimischen Limbach, hat sich nun noch den Nachtwächterlauf in Ottweiler auf die Agenda geschrieben und wird dann wieder Ende Februar am Donnersberg ins Wettkampfgeschehen eingreifen. Über Winter macht er Wettkampfpause, die Crosssaison ist kein Thema für ihn.
Holger Freudenberger, der gerade beim Frankfurt-Marathon seine persönliche Bestzeit auf 2:23:46 h gedrückt hat, hatte mit der Cupwertung nichts zu tun, Maikammer war sein erster Start bei einem der Pfälzer Bergläufe. Drei Wochen nach Frankfurt fühlte er sich gut und wollte einfach mal gucken, was so drin ist. „Gut hat es mir gefallen – mal abgesehen davon, daß ich keine Chance hatte“ lachte er vor seiner Schorle im Maikammerer Bürgerhaus. Anfangs versuchte er noch, mit dem Duo Lehmann/Hinze mitzuhalten, fiel dann aber gleichmäßig zurück. Exakt eine Minute nach Jonas erreichte er nach 32:19 min das Ziel. Übrigens brachte ihm das nach der von Henning Schneehage entwickelten Formel, nach der der Sieger eines Laufs 300 Punkte bekommt und die dahinter Platzierten in Abhängigkeit ihrer Zeit zur Siegerzeit entsprechend weniger, 292,02 Punkte. Nur die letzten acht der insgesamt 669 LäuferInnen im Ziel hatten am Ende Null Punkte.
Holger Freudenberger wird evtl. in Rheinzabern beim 10 km-Lauf am Start stehen, danach geht’s in die nachgeholten Flitterwochen nach Mexiko, deshalb sind die 15 km im Januar kein Thema für ihn. Und selbst wenn er beim 10er nicht selbst starten wird, will er zumindest an der Strecke stehen. Neuerdings unterstützt er nämlich Isabel Leibfried mit Trainingstipps und da will er auf jeden Fall sehen, was sein Schützling auf die Beine stellen kann. Sein mittelfristiger Plan ist es, gut und stetig durch den Winter zu kommen und nicht wieder zu lang zu pausieren. „Mit einer 31er Zeit über 10 möchte ich dann aus dem Winter kommen und mit der Marathonvorbereitung für einen Frühjahrsmarathon beginnen und dann ist noch mehr drin als eine 2:23“.
Auf Platz Drei der Tageswertung genauso wie in der Gesamtwertung kam Oliver Trauth (TV Herxheim) am Funkturm an. Auch er war im Frühjahr aufgrund eines Glatteissturzes verletzt und konnte nur radfahren. Gut erholt läuft er derzeit wieder zu Bestform auf. Klar, daß er sich nun wieder der Crosssaison widmet und die Winterlaufserie in Rheinzabern darf’s natürlich auch sein. Auch Trauth war erst in Edenkoben ins Berglaufgeschehen eingestiegen und konnte sich keinen Aussetzer mehr leisten. Von der Top10 haben nur Sieger Stefan Hinze, 6. Philipp Eisel und 9. Wolfgang Seibel alle sechs Läufe erfolgreich gefinisht. André Bour auf Platz 4 fehlte nur Edenkoben, für die übrigen sechs Läufer unter den ersten 10 war die Kalmit erst der wertungserforderliche vierte Lauf. Da wurde also nochmal einiges durcheinandergewirbelt. Genauso abwechslungsreich waren in diesem Jahr auch die Siegerlisten. Bei den ersten fünf Läufen gab es jedes Mal einen anderen Sieger, von denen aber nur Stefan Hinze und Jonas Lehmann, der an der Kalmit seinen zweiten Tagessieg einfuhr, etwas mit dem Serienausgang zu tun hatten.
André Bour ist auch einer derer, die sehr zufrieden mit sich und den Laufgöttern sind. Nach einem Bandscheibenvorfall kommt er immer besser in Form, auch wenn er inzwischen nur noch 40 bis 50 km pro Woche trainiert. Es scheint, als sei weniger manchmal mehr.
Drei Läufer haben es übrigens bei 20 Kalmit-Läufen geschafft, 20 Mal am Start zu sein – davon einer aus dem eigenen Verein.
Anders als bei den Männern wurde die Krone der Bergkönigin erst am Samstag auf der Kalmit vergeben. Von den fünf Siegerinnen der ersten fünf Läufe waren nur zwei am Start: Tanja Grießbaum, die Siegerin des Potzberglaufs am vergangenen Wochenende und Eva Katz, die den Rietburg-Berglauf in Edenkoben für sich entscheiden konnte. Wegen der in diesem Jahr extrem hohen Punktzahlen, die man in Edenkoben erreichen konnte (die Siegerzeit lag um rund drei Minuten unter den üblichen Rietburg-Siegerzeiten), lag Katz vor dem Startschuß knapp in Führung. Die ehrgeizige Tanja Grießbaum wollte sie gerne noch abfangen, wußte aber, daß sie ihr dafür rund zwei Minuten würde abnehmen müssen. Sie konnte also nur auf Angriff laufen. Den Tagessieg, den sie auch ins Auge gefasst hatte, sah sie schon schwinden, als Veronika Ulrich sich eine Startnummer abholte. Ihr trauten an diesem Nachmittag viele zu, den neun Jahre alten Streckenrekord von Isabella Bernhard, der bei 37:02 min liegt, einzukassieren. Übrigens auch die Maxdorferin selbst, die ebenfalls am Start war und sich am Ende schon ein bißchen freute, daß ihr Streckenrekord nicht gefallen ist.
Letztlich war es nämlich nicht die favorisierte 43jährige Hessin, die zuerst in den Zielkanal einlief sondern tatsächlich Tanja Grießbaum. Die 19jährige, die nach ihrem Abi im Frühjahr zur Zeit ein freiwilliges soziales Jahr absolviert, hatte alles gegeben und war im Ziel auch entsprechend ausgepowert. Ihre Siegerinnenzeit von 37:27 min war die mit Abstand beste seit 2006 (so weit reichen die Ergebnisse auf der Seite des TV Maikammer zurück). Und dann kam das große Warten auf Eva Katz. Die 35jährige Mutter 14 Monate alten Anna brauchte 39:09 min für die 8,1 km mit 505 Höhenmetern – und war damit in der Serienwertung nicht ganz sieben Punkte besser als Tanja Grießbaum.
Eva Katz kommt eigentlich vom Triathlon und fährt die Kalmit eigentlich viel lieber mit dem Rad nach oben. In der Vor-Anna-Zeit haben sie und ihr Mann das auch oft am Wochenende zusammen getan, nun sind die Prioritäten zugunsten des Nachwuchses verschoben. Dennoch führt sie in diesem Jahr, genau wie 2009, die Stoppomat-Wertung an. In Otterstadt lebend trat sie früher viel mehr und regelmäßiger in die Pedale, denn ihren 42 km langen Weg zur Arbeit als städtische Angestellte in Landau legte sie meistens per Rad zurück. Heute läuft sie ca. 4-5 Mal pro Woche und in der Regel mit dem Babyjogger. Mit ihren Trainingszeiten richtet sie sich nach Annas Schlafzeiten, denn die Kleine läuft inzwischen und sitzt nicht gerne wach stundenlang im Wagen. Eigentlich liegen ihr die längeren Strecken viel mehr, der Halbmarathon steht ihr viel näher als ein 10er oder gar ein Berglauf. Daß sie überhaupt in der Pokalwertung war, war mehr ein Zufallsprodukt als gezielt eingeplant. Nachdem es in Edenkoben und Bad Dürkheim sehr gut für sie lief, überredete ihr Mann sie dazu, auch noch am Potzberg und an der Kalmit zu laufen.
Wie Grießbaum und Katz hatten auch Dorothea Falkenstein auf Platz 3, Marika Bernhard auf Platz 4 und Josefa Matheis auf Platz 5 nur jeweils vier Läufe absolviert – in der Frauenwertung war also vor der Kalmit auch noch alles offen. So ganz selbstverständlich ist es ja im November nicht, von Erkältungen verschont zu bleiben.
Für Marika Bernhard war es in ihrer langen Lauf-Bahn das allererste Mal, daß sie in der Serien-Bergwertung mitmischte. „Das habe ich jetzt mal gemacht“ meinte die Mittelstrecken- und Crossspezialistin. Aber der einzige der Bergläufe, die ihrer Crossleidenschaft entgegen kam, war der Bad Dürkheimer Berglauf. Die anderen sind ja doch fast reine Straßenläufe.
177 LäuferInnen kamen in diesem Jahr in die Pokalwertung, 40 von ihnen absolvierten sechs Mal die Pfälzer Gipfeltour. Sie konnten sich noch über ein Geschenk der Veranstalter freuen.
Im Februar nimmt der Pfälzer Berglaufpokal 2012 dann in Steinbach am Donnersberg seinen Anfang. Bis dahin gilt für alle Teilnehmer das, was einer derer, die sich an der Kalmit versuchten, bei der Startnummernausgabe auf seinem Rücken prangen hatte: Es gibt keine Wunder, nur Training!
Letzte Aktualisierung ( Thursday, 24. November 2011 )
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